Wie bestimmt man etwas, das nichts Bestimmtes sein will? Ohne Oben und Unten, ohne erkennbaren Zweck – ohne Bezug: Die weißen Gipsformen, von denen Lena Krügers Arbeit Von der Ordnung der Dinge ausgeht, entziehen sich jeder Zuweisung. Und öffnen dadurch Raum für individuelle Deutungen und persönliche Reaktionen.
Die seit 2019 fortgeschriebene Arbeit steht im Zentrum der Ausstellung im Kunstraum B und versammelt diese Reaktionen und Antworten auf diese Form. Im Austausch gegen das weiße Objekt haben Menschen, mit unterschiedlichen Hintergründen, etwas zurückgeschickt. Von der Ordnung der Dinge zeigt die dadurch entstandene, neue Sammlung. Röntgenbilder, Messreihen, Zeichnungen, Lautstücke, Texte kamen zurück, ausgelöst durch den Impuls des Unbestimmten. Diese Antworten bringen ihr eigenes Ordnungssystem mit, das der Chemie, der Medizin, der Musik oder der Literatur. Im Nebeneinander wird sichtbar, dass Beschreiben nie neutral ist: Was wir in einem Ding erkennen, hängt davon ab, womit wir es zu fassen versuchen. Das Objekt selbst bleibt dabei, was es ist. Die Ausstellung lädt die Betrachtenden ein, die eigenen Ordnungen mitzudenken.
Programm
- Di, 3. November, 18 Uhr I Eröffnung
- Fr, 27. November, 18 Uh I Künstlerinnenführung & Finissage
